Theater der Letzten

2013 stand ganz im Zeichen von Sturm und Drang, denn das Theater der Letzten versucht sich an einem Klassiker: dem Urfaust von Goethe, interpretiert und gespielt als komische Tragödie. Hier auf dieser Seite finden sich noch alle Infos zu unserem Urfaust.

Goethes "Urfaust" in der Kulturfabrik Moabit ist die mittlerweile vierte Inszenierung der Regisseurin und Schauspielerin Nikola Hecker, die für das TdL schon 2007 in der Titelrolle von Fassbinders "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" zu sehen war. Die Berliner Morgenpost schrieb damals über die Premiere am Acud-Theater: "Das Porträt einer Frau, die sich in einen bodenlosen Abgrund stürzen muss, um sich anschließend neu zu finden, ist blendend gespielt." In "Urfaust" arbeitet das TdL nun zum ersten Mal mit einem Live-Musiker zusammen, dem Komponisten und Multiinstrumentalisten Patrick Sommer.

Als Zusammenschluss von professionellen Theatermachern und Amateuren feierte das Theater der Letzten ("TdL") vor elf Jahren seine erste Premiere: "Sieben Türen" von Botho Strauß im theater coupé in Wilmersdorf. Seither kamen in wechselnden Besetzungen neun weitere Inszenierungen auf verschiedene Berliner Bühnen. Gleich dreimal wurden die komisch-tragischen Dimensionen des französischen Meisters Boris Vian ausgelotet, in "Die Reichsgründer", "Schaum der Tage" und "Das Medusenhaupt". Mit Cocteaus "Die menschliche Stimme" war das TdL 2008 beim 100°-Festival im HAU zu Gast.