Das Theater der Letzten zeigt ab dem 21. Oktober im Acud-Theater
Drei Frauen
von Martina Clavadetscher
Dt. Erstaufführung

Drei Frauen - wie im Film

 

Diese Hitze. Die lodernde, kochende Hölle ist das.

Drei Frauen,  einsam, verzweifelt, müde. Sie warten, halten aus, rechnen auf.
Agatha ist Krankenschwester, eine routinierte Kraft im Land der letzten Dinge. Jetzt zählt sie die Toten. Wie an jedem Tag. Aber kann man den Tod berechnen? Ein Menschenleben? Gibt es Schuld? Was ist ihre Bilanz wert? Agatha hat einen Schatz, der nur ihr allein gehört. Und ich blieb.
Lili wartet. Auf ihren schönsten Tag. Sie steht am Anfang eines neuen Lebens. Oder?Hochzeitsvorbereitungen. Ja, ich will. Wenn da nicht die Erinnerungen wären, die Träume. Zweifel. Gehört das dazu? Wann beginnt das richtige Leben? Wo er nur bleibt?
Barbara schlägt die Zeit mit Spielchen tot. Einsatz variabel. Sie ist unabhängig, eine Aufreißerin. Ich bin eben nicht fürs Hüten gemacht. Auch sie wartet, auf das letzte Mal, den ultimativen Höhepunkt, das Ende. Eine Kommunikation per Code. Die Schlange.
Die drei Frauen haben etwas, das sie verbindet. Sie kennen sich nicht, sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber dieser Tag ist die Abrechnung. Während sie sich ablenken, Berechnungen anstellen, spielend die Zeit totschlagen, vollzieht sich etwas Dunkles, das ihr Leben für immer verändern wird.
 Unser Leitmotiv: Dia de Los Muertos
Am Dia de los Muertos, dem mexikanischen Totentag, feiern die Lebenden eine große Party für die Toten. Und freuen sich, dass sie noch da sind. In der Erinnerung schwelgen, Abschied nehmen, innehalten, bevor alles wieder von vorn beginnt.
Es gibt immer etwas, das bleibt.

Aktuelles Projekt