Pressetext:

FAUST FICTION

Das Theater der Letzten spielt "Urfaust – Eine komische Tragödie"

Eigentlich hatte Faust doch alles richtig gemacht. Nach einem Universal-Studium ging's gleich rein in die akademische Laufbahn. Doch nun, in der Mitte des Lebens, steht er da, der arme Tor. Und ist so klug als wie zuvor! Soll er sich gleich die Kugel geben? Mit Mephi in der Bar versacken? Das fromme Gretchen vernaschen? Oder doch erst mit dem Pudel eine Runde drehen? Das Theater der Letzten geht im zehnten Jahr seines Bestehens zurück zu den knorrigen Wurzeln, zu Goethes erster Bearbeitung der Faust-Sage, die noch mitten in der wilden Sturm-und-Drang-Zeit des späteren Klassikers entstand.

Mit dem "Faust" kann man ja so viel machen. Musicals, Opern und Kinofilmen diente Johann Wolfgang von Goethes Bearbeitung der uralten Faust-Sage als Vorbild. Auch eine progressive Rockband und so mancher Rotwein lieh sich schon den Namen des von Selbstzweifeln und Weltschmerz geplagten Meinungsmachers aus dem Mittelalter, dessen bekannteste Arbeit die Verführung eines Teenagers geblieben ist...

Bei Goethes seltener gespieltem 'Urfaust' ist das Theater der Letzten vor allem an der Konzentration aufs Wesentliche interessiert: Sex and Crime, der allgegenwärtige Trieb und das abgründig Lebenslustige. Die Beziehung von Faust und Gretchen steht im Mittelpunkt, eingefädelt und mit heißer Nadel für die Vergänglichkeit zusammengenäht vom manischen Kuppler Mephi. Ein Live-Soundtrack hebt die komische Tragödie derweil in eine zeitlose Spähre zwischen Bänkelsängerei, Gothic-Rock und Trip-Hop. So hat man "Faust" noch nie gesehen – und schon gar nicht gehört.

Regie: Nikola Hecker. Mit Johannes Storks, Simona Theoharova, Lydia Fischer, Doris Hirschmann, Marco Brüders, Gaston Gottschalk. Musik: Patrick Sommer

Premiere: 25.10.2013 im Fabriktheater Moabit in der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, 10557 Berlin
 

Als Zusammenschluss von professionellen Theatermachern und Amateuren feierte das Theater der Letzten vor zehn Jahren seine erste Premiere: "Sieben Türen" von Botho Strauß im theater coupé in Wilmersdorf. Seither kamen in wechselnden Besetzungen neun weitere Inszenierungen auf verschiedene Berliner Bühnen. Gleich dreimal wurden die komisch-tragischen Dimensionen des französischen Meisters Boris Vian ausgelotet, in "Die Reichsgründer", "Schaum der Tage" und "Das Medusenhaupt". Mit Cocteaus "Die menschliche Stimme" war das TdL 2008 beim 100°-Festival im HAU zu Gast. Goethes "Urfaust" in der Kulturfabrik Moabit ist die mittlerweile vierte Inszenierung der Regisseurin und Schauspielerin Nikola Hecker, die für das TdL schon 2007 in der Titelrolle von Fassbinders "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" zu sehen war. Die Berliner Morgenpost schrieb damals über die Premiere am Acud-Theater: "Das Porträt einer Frau, die sich in einen bodenlosen Abgrund stürzen muss, um sich anschließend neu zu finden, ist blendend gespielt." In "Urfaust" arbeitet das TdL nun zum ersten Mal mit einem Live-Musiker zusammen, dem Komponisten und Multiinstrumentalisten Patrick Sommer.

 

Weitere Infos unter: www.theater-der-letzten.de

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Pressebilder:

Fotos: Ralf Krämer /Gestaltung: Marco Brüders,  download

 

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