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Urfaust - eine komische Tragödie, 2013
von Johann Wolfgang Goethe

Eigentlich hatte Faust doch alles richtig gemacht. Nach einem Universal-Studium ging's gleich rein in die akademische Laufbahn. Doch nun, in der Mitte des Lebens, steht er da, der arme Tor. Und ist so klug als wie zuvor! Soll er sich gleich die Kugel geben? Mit Mephi in der Bar versacken? Das fromme Gretchen vernaschen? Oder doch erst mit dem Pudel eine Runde drehen? Das Theater der Letzten geht im zehnten Jahr seines Bestehens zurück zu den knorrigen Wurzeln, zu Goethes erster Bearbeitung der Faust-Sage, die noch mitten in der wilden Sturm-und-Drang-Zeit des späteren Klassikers entstand.

Goethe Urfaust Plakat vom Theater der Letzten

Mit dem "Faust" kann man ja so viel machen. Musicals, Opern und Kinofilmen diente Johann Wolfgang von Goethes Bearbeitung der uralten Faust-Sage als Vorbild. Auch eine progressive Rockband und so mancher Rotwein lieh sich schon den Namen des von Selbstzweifeln und Weltschmerz geplagten Meinungsmachers aus dem Mittelalter, dessen bekannteste Arbeit die Verführung eines Teenagers geblieben ist...

Bei Goethes seltener gespieltem 'Urfaust' ist das Theater der Letzten vor allem an der Konzentration aufs Wesentliche interessiert: Sex and Crime, der allgegenwärtige Trieb und das abgründig Lebenslustige. Die Beziehung von Faust und Gretchen steht im Mittelpunkt, eingefädelt und mit heißer Nadel für die Vergänglichkeit zusammengenäht vom manischen Kuppler Mephi. Ein Live-Soundtrack hebt die komische Tragödie derweil in eine zeitlose Spähre zwischen Bänkelsängerei, Gothic-Rock und Trip-Hop. So hat man "Faust" noch nie gesehen – und schon gar nicht gehört.



Regie: Nikola Hecker
Es spielten: Johannes Storks, Simona Theoharova, Lydia Fischer, Doris Hirschmann, Marco Brüders, Gaston Gottschalk.
Musik: Patrick Sommer
Licht&Technik: Alexander Hollnack

Premiere: 25.10.2013 im Fabriktheater Moabit in der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, 10557 Berlin

 

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