Mobil

"Comèdia Telefònica Digital"

Tragikomödie von Sergi Belbel
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Am Flughafen, irgendwo auf der Welt, geht eine Bombe hoch – vier Personen sind auf vielfältige Art und Weise in die dramatischen Ereignisse verwickelt.
Da ist zunächst Claudia, zynische Geschäftsfrau mit zwielichtigem Hintergrund, die Jan, dem charmanten Playboy, das Leben zur Hölle macht, indem sie nicht nur mit Liebesentzug droht.
Sara, die larmoyante Mittfünfzigerin, die zum ersten Mal nach vielen Jahren und einer gescheiterten Ehe nicht ganz freiwillig eine Fernreise antreten soll, die sie von ihrer Tochter Rosa geschenkt bekommen hat.
Und natürlich Jan und Rosa selber – beide ihrerseits verstrickt und verloren in bereits zum Tode verurteilten (Liebes) -beziehungen.
 
Auf dem Hintergrund des externen Dramas entspinnt sich das Drama der von terrorgeprägten Beziehungen der Figuren zueinander. Klammern, nicht Loslassenkönnen, maßlose Erwartungshaltung, emotionale Erpressung stehen Einsamkeit und Hilflosigkeit in einer unsicheren, technisierten Welt, die von Terrorangst regiert wird, gegenüber.
 
Kommunikation scheint nur noch per Handy realisierbar zu sein. Die Figuren sind in ihren Beziehungen genauso (sozial)-terroristisch und erpresserisch wie die Attentäter auf dem Flughafen.
Angesichts des Attentats und der existentiellen Bedrohung fallen alle Schranken und Hemmungen. Dinge werden gesagt, die vielleicht besser ungesagt geblieben wären, Allianzen geschmiedet, deren Beständigkeit und Nutzen fragwürdig sind. Es wird geflucht, gevögelt und gesoffen, als wenn der Weltuntergang bevorstünde und es kein Morgen mehr gäbe.
 
Jeder scheint auf seine Art am Leben zu scheitern, oder doch nicht?
 
Mobil, eine Tragikomödie, wird präsentiert vom Theater der Letzten. Premiere ist am 10.11.17 im Theater Verlängertes Wohnzimmer. Weitere Vorstellungen: 11. / 17./18./24. & 25.11.17 immer um 20 Uhr.

 

Regie: Nikola Hecker
Es spielen: Susan Klaffer (Claudia), Annette Pausch (Sara), Antje Ehrentraut (Rosa), Marco Brüders (Jan)
Musik & Geräusche: Gregor Kleditsch
Licht & Technik: Alexander Hollnack
Webseite & Postkarte: Marco Brüders
Fotos: Marion Junkersdorf


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