Bisherige Inszenierungen

Ein Überblick über die Inszenierungen des TdL seit 2004.

SEMELE - Ein heiteres Sing-Spiel um Sein-Schein von Friedrich Schiller
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Dicke Luft im Götterreich. Wieder mal! Ein wahres Drama entflammt. Wieder mal! Tragische Figuren in diesem Spiel um Liebe, Macht und Intrige: Hera, entflammte Ehefrau, nicht in Liebe, sondern in nagender Eifersucht. Zeus, selbstverliebter Schwerenöter, darauf bedacht, sich alles zu nehmen, was sein Begehren. Semele, verwöhnte Königstochter und Halbgöttin, liebestrunken und fern der Wirklichkeit.

Das Geschehen: Wütende „Rache“ der gehörnten Ehefrau, Intrige gegen die Geliebte des treulosen Gatten, falsches Spiel, Tot und Verderben. Ein Szenario so alt wie die Welt und tosend wie die Wellen des Styx. Auf und nieder schaukeln die Machenschaften, hin und her. Hera gibt vor die Amme zu sein, Semele lässt sich täuschen und wird am Ende die Erkenntnis nicht mehr erleben, dass die Wirklichkeit doch eine ganz andere ist. Der göttliche Geliebte bringt ihr nicht den erhofften Aufstieg in den Olymp, sondern besiegelt mit seinem wahren Glanz ihr Schicksal. Beweint wird sie nur kurz. Nur das Kind, das sie unter dem Herzen trägt, und vom Zeus gezeugt, wird ihr entrissen und später als Dionysos seinem Vater nicht nachstehen.

 

Regie & Dramaturgie: Susan Klaffer
Es spielen: Nikola Hecker (Semele), Karin Blenskens (Hera), Thorsten-Kai Botenbender (Zeus)
Musik: Gregor Kleditsch
Licht & Technik: Alexander Hollnack
Webseite & Postkarte: Marco Brüders
Fotos: Marion Junkersdorf


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"Comèdia Telefònica Digital"

Tragikomödie von Sergi Belbel
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Am Flughafen, irgendwo auf der Welt, geht eine Bombe hoch – vier Personen sind auf vielfältige Art und Weise in die dramatischen Ereignisse verwickelt.
Da ist zunächst Claudia, zynische Geschäftsfrau mit zwielichtigem Hintergrund, die Jan, dem charmanten Playboy, das Leben zur Hölle macht, indem sie nicht nur mit Liebesentzug droht.
Sara, die larmoyante Mittfünfzigerin, die zum ersten Mal nach vielen Jahren und einer gescheiterten Ehe nicht ganz freiwillig eine Fernreise antreten soll, die sie von ihrer Tochter Rosa geschenkt bekommen hat.
Und natürlich Jan und Rosa selber – beide ihrerseits verstrickt und verloren in bereits zum Tode verurteilten (Liebes) -beziehungen.
 
Auf dem Hintergrund des externen Dramas entspinnt sich das Drama der von terrorgeprägten Beziehungen der Figuren zueinander. Klammern, nicht Loslassenkönnen, maßlose Erwartungshaltung, emotionale Erpressung stehen Einsamkeit und Hilflosigkeit in einer unsicheren, technisierten Welt, die von Terrorangst regiert wird, gegenüber.
 
Kommunikation scheint nur noch per Handy realisierbar zu sein. Die Figuren sind in ihren Beziehungen genauso (sozial)-terroristisch und erpresserisch wie die Attentäter auf dem Flughafen.
Angesichts des Attentats und der existentiellen Bedrohung fallen alle Schranken und Hemmungen. Dinge werden gesagt, die vielleicht besser ungesagt geblieben wären, Allianzen geschmiedet, deren Beständigkeit und Nutzen fragwürdig sind. Es wird geflucht, gevögelt und gesoffen, als wenn der Weltuntergang bevorstünde und es kein Morgen mehr gäbe.
 
Jeder scheint auf seine Art am Leben zu scheitern, oder doch nicht?
 
Mobil, eine Tragikomödie, wird präsentiert vom Theater der Letzten. Premiere ist am 10.11.17 im Theater Verlängertes Wohnzimmer. Weitere Vorstellungen: 11. / 17./18./24. & 25.11.17 immer um 20 Uhr.

 

Regie: Nikola Hecker
Es spielen: Susan Klaffer (Claudia), Annette Pausch (Sara), Antje Ehrentraut (Rosa), Marco Brüders (Jan)
Musik & Geräusche: Gregor Kleditsch
Licht & Technik: Alexander Hollnack
Webseite & Postkarte: Marco Brüders
Fotos: Marion Junkersdorf


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„Es war die Lerche“
Ein heiteres Trauerspiel mit Musik nach Ephraim Kishon

Romeo und Julia – Was wisst Ihr schon von der Liebe?!

Will Lukretia, die 14-jährige Tocher des Liebespaares aller Liebespaar wissen. Und so ganz unrecht hat sie mit ihrer Frage nicht. Denn von Liebe, Begehren und rasender Leidenschaft ist im Hause Montague/Capulet schon lange nichts mehr zu spüren. Romeo liebt seine Wärmflasche Lisa und Möhren inzwischen offensichtlich weit mehr als Julia, die ihrerseits nur darauf sinnt, wie sie ein Mädchen für den Haushalt bezahlen und sich ihres Fettwanstes von Ehemann auf elegante Weise entledigen kann.
Aber – wie ist’s dazu gekommen?

Julia und Romeo sind nicht gestorben, sondern haben überlebt und sogar eine Tocher bekommen, die es mit ihren vierzehn Jahren fast noch schlimmer treibt als dereinst ihre Mutter, als sie den Sprößling aus dem verfeindeten Geschlecht der Montagues heiratete und mit ihm durchbrennen wollte. Lukretia will nämlich mit dem Dichterfürsten und Erfinder ihrer Eltern, William Shakespeare, höchstpersönlich knutschen und abhauen. Willi, wie ihn Luky (alias Lukretia oder auch Lukymon) zärtlich nennt, kann das ewige Gezanke von Julia und Romeo nicht mehr ertragen und steigt aus dem Grab, um seine Tragödie zu retten. Doch er erntet nun Undank und Spott und wird angeklagt, Schuld an der Misere der beiden zu sein. Shakespeare wäre aber nicht Shakespeare, wenn er nicht auch hier eine listreiche Intrige ersinnen würde, die sein Stück rettet.
War’s die Nachtigall, war’s die Lerche?!
 

 

Regie&Dramaturgie: Nikola Hecker
Es spielten:  Inka Pabst, Marco Brüders, Karin Blenskens, Antje Ehrentraut, Susan Klaffer
Musik: Gregor Kleditsch
Licht&Technik: Alexander Hollnack
Fotos: Marion Junkersdorf

 

Premiere: 18.11.2016 im Theater Verlängertes Wohnzimmer, Frankfurter Allee 91, 10247 Berlin
Weitere Vorstellung: 19./ 25./26.11. und 9./10.12.16 jeweils um 20 Uhr.

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„Wer hat Angst vor Virignia Woolf?“
ein Theaterstück nach Edward Albee

Das TdL spielt Spiele - Gesellschaftsspiele!

Im Oktober 2015 bringen wir WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF nach Edward Albee auf die Bühne - Die infernalische Seelenentblößung in akademischen Kreisen, die sich als ein Kaleidoskop von Eindrücken zweier Ehen und deren schmerzhafte seelische Peitschenhiebe entpuppt.

 

In physischem und psychischem Sinn wird "gekotzt" bis zum "Erbrechen" und das sadistische Treiben wird zum satanischen Reigen.

"Virginia Woolf" ist eine nächtliche, brutale aber geistreiche Eheschlacht im Delirium des Alkohols und des Hasses, wobei Wahrheit und Illusion bis zur Unkenntlichkeit verschmelzen.

„Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ vom TdL basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück Erward Albee und ist vom 02.10. - 17.10.2015 im Fabriktheater in der Kulturfabrik Moabit zu sehen.

Regie&Dramaturgie: Susan Klaffer
Es spielten:  Marco Brüders, Nikola Hecker, Marco Thom, Lis Luisa Mähnert
Licht&Technik: Alexander Hollnack

Premiere: 02.10.2015 im Fabriktheater Moabit in der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, 10557 Berlin

 

 

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„Dracula – Die dunkle Seite der Nacht“
ein Theaterstück nach Bram Stoker

Dracula kommt. Er kommt, um sich die Welt Untertan zu machen. Nach vielen hundert Jahren  Einsamkeit in den Karpaten auf dem in Finsternis verwitternden Schloss seiner Vorväter, kehrt Dracula in die Welt zurück. Genauer gesagt nach England, nach London, mitten ins Herz der Zivilisation. Sein Ziel: Die Weltherrschaft. Seine Mittel: Die Verführung der Frauen und die Unterwerfung der Männer.

Er hat jedoch nicht mit dem Widerstand der tapferen Mina und der Tatkraft von Jonathan, Dr. Seward, Lord Holmwood und Professor von Helsing gerechnet, die sich nicht kampflos ergeben. Sie sind aufs Äußerste entschlossen, die Bestie aufzuspüren und zu besiegen, ein für alle Mal.

Werden Sie es schaffen? Können sie die schöne Lucy noch retten, die bereits die Schwelle in das Reich des untoten Fürsten betreten hat? Wird es den tapferen Vampirjägern gelingen, die Welt vor dem Untergang zu retten?

Die Regisseurin Nikola Hecker hat sich des populären klassischen Stoffes angenommen, um der Frage nachzuspüren: Was bedeutet eigentlich Vampirismus? Für uns? In der heutigen Gesellschaft? Ist er eine Metapher für Drogen, für die Ausschweifung, das „andere Leben“? Die Verführung? Oder ist „Dracula“ die Geschichte eines grausamen, machtbesessenen Fanatikers à la Stalin oder Hitler, der skrupellos das eigene Los als Schicksal der ganzen Welt aufzwingen will? Was passiert, wenn jemand einfach nicht sterben kann, zu ewigem Leben verdammt ist? Wollen wir, wie es uns die Werbung für Versicherungen und Anti-Aging-Produkte nahe legt, wirklich ewig leben?


Aber auch die Freude am (Schauer-)geschichtenerzählen hat das Ensemble des Theater der Letzten (TdL) am blutigen Stoff gereizt. Wo steckt hier der Humor, die Komik und was motiviert die Figuren sich so zu verhalten, wie sie es tun?
 Wie schon beim letztjährigen „Urfaust“ verfolgt die Regisseurin mit ihrer mittlerweile fünften Inszenierung am TdL die Idee, alt Bekanntes neu zu entdecken, in „frische Kleider“ zu stecken, Geschichten theatralisch, effektvoll, mit den begrenzten Ressourcen des Off-Theaters auf die Bühne zu bringen.

„Dracula – Die dunkle Seite der Nacht“ basiert auf der Romanidee von Bram Stoker und einem Text von Jutta Kröhner und ist vom 6.-30.11.2014 im Fabriktheater in der Kulturfabrik Moabit zu sehen.

Regie: Nikola Hecker.
Es spielten: Marco Brüders, Michael Frenkel, Doris Hirschmann, Miriam Kaulbarsch, Lis Luisa Mähnert, Maximilian Reisinger, Johannes Storks
Licht&Technik: Alexander Hollnack

Premiere: 06.11.2014 im Fabriktheater Moabit in der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, 10557 Berlin

 

Video-Trailer zur "DRACULA - die dunkle Seite der Nacht":


Fotos: © 2014 Cama-K-Photography

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Urfaust - eine komische Tragödie, 2013
von Johann Wolfgang Goethe

Eigentlich hatte Faust doch alles richtig gemacht. Nach einem Universal-Studium ging's gleich rein in die akademische Laufbahn. Doch nun, in der Mitte des Lebens, steht er da, der arme Tor. Und ist so klug als wie zuvor! Soll er sich gleich die Kugel geben? Mit Mephi in der Bar versacken? Das fromme Gretchen vernaschen? Oder doch erst mit dem Pudel eine Runde drehen? Das Theater der Letzten geht im zehnten Jahr seines Bestehens zurück zu den knorrigen Wurzeln, zu Goethes erster Bearbeitung der Faust-Sage, die noch mitten in der wilden Sturm-und-Drang-Zeit des späteren Klassikers entstand.

Goethe Urfaust Plakat vom Theater der Letzten

Mit dem "Faust" kann man ja so viel machen. Musicals, Opern und Kinofilmen diente Johann Wolfgang von Goethes Bearbeitung der uralten Faust-Sage als Vorbild. Auch eine progressive Rockband und so mancher Rotwein lieh sich schon den Namen des von Selbstzweifeln und Weltschmerz geplagten Meinungsmachers aus dem Mittelalter, dessen bekannteste Arbeit die Verführung eines Teenagers geblieben ist...

Bei Goethes seltener gespieltem 'Urfaust' ist das Theater der Letzten vor allem an der Konzentration aufs Wesentliche interessiert: Sex and Crime, der allgegenwärtige Trieb und das abgründig Lebenslustige. Die Beziehung von Faust und Gretchen steht im Mittelpunkt, eingefädelt und mit heißer Nadel für die Vergänglichkeit zusammengenäht vom manischen Kuppler Mephi. Ein Live-Soundtrack hebt die komische Tragödie derweil in eine zeitlose Spähre zwischen Bänkelsängerei, Gothic-Rock und Trip-Hop. So hat man "Faust" noch nie gesehen – und schon gar nicht gehört.



Regie: Nikola Hecker
Es spielten: Johannes Storks, Simona Theoharova, Lydia Fischer, Doris Hirschmann, Marco Brüders, Gaston Gottschalk.
Musik: Patrick Sommer
Licht&Technik: Alexander Hollnack

Premiere: 25.10.2013 im Fabriktheater Moabit in der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, 10557 Berlin